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16.05.2012

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Nachwuchsförderung in Südschweden
Die Lund Chess Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Südschweden den
Schachnachwuchs zu fördern. Aus den persönlichen Beiträgen der 18 Mitglieder und
aus Sponsorengeldern generiert die Academy finanzielle Mittel, die sie den
geförderten Talenten zukommen lässt, damit diese bessere Möglichkeiten zur
Verbesserung ihres Schachs finden. Am 12. Mai überreichte die Academy den zur
Zeit acht geförderten Spielern insgesamt 25.000 Schwedische Kronen (ca. 3000
Euro). Einen kleinen Teil der Gelder bezieht die Academy auch aus der
Versteigerung von Schachbüchern. Macher bibliophile Schachfreund wird hier
vielleicht ein Schätzchen finden, an dem er immer schon interessiert war, z.B.
eine signierte Ausgabe von Mr. Blackburnes
Games of Chess (zur Zeit 75 Euro).
Lund Chess Academy
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16.05.2012

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Sigeman&Co: Caruana vor Leko
Heute wird in Malmö die letzte Runde des 20. Sigeman&Co -Turniers gespielt. Fabiano Caruana, Nummer Sieben der Weltrangliste und Elofavorit im achköpfigen
Feld, führt das Turnier mit 4,5 Punkten an, nachdem er in der gestrigen sechsten
Runde zu einem Sieg über Nils Grandelius kam. Nach anspruchsloser Eröffnung des
Italieners hatte der Schwede am Damenflügel die Initiative ergriffen und sich
einen gefährlichen Freibauern verschafft. Nachdem er erst in Zuge einer
forcierten Abwicklung einen Fehler Caruanas nicht ausnutzte, warf er kurz danach
sein bis dahin gut geführte Partie einzügig weg. Grandelus wurde nun von Peter
Leko als Verfolger abgelöst. Der Ungar hatte gegen Emanuel Berg gewonnen.
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Tabelle, Partien, Analysen... |
16.05.2012

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Anand gegen Gelfand - Kommentare zur 4. Partie
Vor der WM galt Anand als der große Favorit, nach vier Partien steht es jedoch
2:2. Immerhin: Mit den weißen Steinen konnte der Weltmeister zweimal Boris
Gelfands Überraschungswaffe gegen 1.d4 - die Grünfeldverteidigung - mit
Nebenvarianten etwas unter Druck setzen. Vielleicht verpasste Anand in der
3.Partie sogar einen Gewinn. Allerdings verzichtete Gelfand zuvor auf eine klare
Remisabwicklung. Auf der anderen Seite schaffte es der Herausforderer in seinen
Weißpartien so bisher gut wie überhaupt nicht, Anands Slawisches Damengambit
ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Heute ist
Ruhetag. Morgen kann Anand dann entweder in der Variante der 3. Partie noch
einmal nachfassen oder vielleicht nun doch eines der heißeren Eisen gegen
Grünfeld anpacken. oder er macht mit 1.e4 rein neues Fass auf. Daniel King und
Klaus Bischoff erläutern in ihren Zusammenfassungen, was gestern genau
passierte. Andrew Martin hat in der Facebook-ChessBase-Gruppe ebenfalls einen
Videokommentar veröffentlich.
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15.05.2012

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Vierte WM-Partie: Gelfand holt mit Weiß nichts heraus - remis
In der heutigen vierten Partie des WM-Kampfes zwischen Anand und Gelfand führte
der Herausforderer die weißen Steine und eröffnete erneut mit 1.d4. Anand sah
offenbar keinen Grund, von seiner Eröffnung aus der zweiten Partie abzuweichen
und so entstand erneut nach einer kleinen, aber wirkungsvollen Zugumstellung die
Chebanenko-Variante des Slawischen Damengambits auf dem Brett. Mit 9. Dc2 wich
der Herausforderer dann von der Vorgängerpartie ab. In der Folge wurden die Bauern
im Zentrum getauscht und Gelfand behielt als einziges Resultat seines
Anzugsvorteils das Läuferpaar, welches aber in der symmetrischen Stellung keinen
Vorteil bot. Nachdem auch die Damen und Läufer getauscht waren, behielt Gelfand
noch einen minimalen akademischen Vorteil im Endspiel Turm und Läufer gegen Turm
und Springer, der aber zum Gewinn keinesfalls ausreichte - letztlich ein
müheloses Schwarzremis für den Titelverteidiger, das im 34. Zug amtlich wurde.
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15.05.2012

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Turing 100
Vor ziemlich genau fünfzehn Jahren, am 11. Mai 1997, gewann Deep Blue seine zweite
Partie gegen Garry Kasparov, und schlug damit als erster Computer den
amtierenden Schachweltmeister in einem Match unter Turnierbedingungen. Indirekt
verantwortlich dafür war der englische Mathematiker Alan Turing, am 23. Juni
1912 in London geboren. Seines Geburtstagsjubiläums wird in diesem Jahr in
England unter dem Titel "Turing Centenary" mit einer Vielzahl von
Veranstaltungen ausgiebig gedacht. Turing war im Zweiten Weltkrieg einer der
führenden "Codebreaker", die in Bletchley Park die deutsche Code-Maschine "Enigma"
entzifferten. Nachdem er zuvor schon die theoretischen Grundlagen für eine
Datenverarbeitungsmaschine geschaffen hatte, konstruierte er zur schnelleren
Verarbeitung der decodierten Funksprüche einen ersten "Computer". Davor hatte er
schon ein Schachprogramm - als "Paperengine" - "programmiert". In
Manchester baut Turing er dann zusammen mit anderen Wissenschaftlern den
legendären Computer "Ferranti Mark I". Der Guardian beleuchtet in einem Artikel
die Verbindung von Schach und Computern.
The Guardian: I am building a brain...
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15.05.2012

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Vierte WM-Partie läuft
In der vierten Partie des WM-Kampfes zwischen Viswanathan Anand und Boris
Gelfand führte heute der Herausforderer zum zweiten Mal die weißen Steine. Beide
Spieler folgen den Zügen der zweiten Partie. Mit 12. exd4 (statt 12.dxe4) ist
der Weltmeister als Erster abgewichen. Kann Boris Gelfand diesmal mehr aus
seinem Weißvorteil machen? Klaus Bischoff kommentiert live ab ca. 13.30. Für
Premiummitglieder kostenlos.
Zu Schach.de...
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15.05.2012

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Negi ist Asienmeister
Die 11. Asien-Kontinentalmeisterschaften wurdem vom 4. bis 14. Mai in der
vietnamesischen Hauptstadt Ho Chi Minh-Stadt ausgetragen. Knapp 120 Spieler und
Spielerinnen beteiligten sich, davon nahmen 72 Spieler in der Offenen Gruppe
teil. Parimarjan Negi und Yu Yangyi kamen nach 9 Runden im Schweizer System auf
7 Punkte. Sieger wurde dank besserer Feinwertung der Inder Negi. Bronze ging an
Salem A R Saleh aus den vereinigten Arabischen Emiraten. Das Frauenturnier wurde
von Irine Kharisma Sukandar (7 Punkte, Indonesien) gewonnen. Mary Ann Gomes
(Indien) und Tan Zhongyi belegten mit der besseren Zweitwertung die Plätze vor
den punktgleichen Ding Yixin und Wang Jue (alle 6,5 P.)
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15.05.2012

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Ivanchuk gewinnt Capablanca Memorial
Das "Elite"-Turnier des 47. Capablanca Memorials wurde mit sechs Spielern
doppelrundig ausgetragen. Nach zehn Partien gewann Vassily Ivanchuk das Turnier
klar mit 6,5 Punkten und einem ganzen Punkt Vorsprung vor Ian Nepomniachtchi und
Lenier Dominguez. In der vorletzten Runde lieferten sich Verfolger
Nepomniachtchi und Ivanchuk noch ein spannendes Gefecht um den Turniersieg, das
schließlich remis endete. Während Ivanchuk in der Schlussrunde ein Kurzremis
gegen Laznicka zum Turniersieg genügte, kassierte Nepomniachtchi gegen Dominguez
eine Niederlage und wurde vom Kubaner nach Punkten eingeholt.
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Endstand, Partien... |
15.05.2012

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Hat Anand den Gewinn verpasst?
In der gestrigen 3. Partie des Wettkampfes war zu spüren, dass der
Weltmeister, zumindest mit den weißen Steinen, den Druck auf den Herausforderer
erhöhen möchte. Mit der Wahl der Grünfeld-Verteidigung hat Gelfand sicher einen
guten Teil von Anands Vorbereitung ins Leere laufen lassen. Bisher testet der
Inder noch Nebenvarianten. Sein gestriger Versuch, mit der langen Rochade und
vielleicht einem Angriff zum Erfolg zu kommen, sorgte für eine intensive und
spannende Partiephase, doch Gelfand war stets auf der Höhe. In der
Pressekonferenz glaubte Anand allerdings, dass er mit 37.d7 statt Tc7 hätte
gewinnen können. Möglicherweise war aber auch 31.Te7 (statt 31.Kb1) Daniel King (englisch) und Klaus Bischoff (deutsch) haben in
Videos die Ereignisse zusammengefasst. Daniel King hat sich zudem die kritische
Position noch einmal gründlich angeschaut. Heute kann der
Herausforderer zeigen, ob er gegen Anands Slawisches Damengambit noch etwas
besseres hat als in der 2.Partie, die ihm immerhin eine gewisse Initiative
bescherte. Vielleicht probiert aber Anand auch etwas
aggressiveres als die Chebaneko-Variante. Um 13 Uhr geht es dann weiter mit der
4.Partie, live auf dem Fritzserver.
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Partien, Analysen, Videos, Bilder... |
14.05.2012

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Anand gegen Gelfand: Viel Spannung, kein Sieger
Auch in seiner zweiten Weißpartie seines WM-Matches gegen Viswanathan Anand
vertraute Boris Gelfand der Grünfeld-Verteidigung. Der Weltmeister wählte
diesmal eine "Anti-Grünfeld"-Variante, um den üblichen Bildern dieser Eröffnung
aus dem Weg zu gehen und legte dann seine Partie mit langer Rochade scharf an.
Doch Boris Gelfand zeigte sich erneut den Anforderungen gut gewachsen und sorgte
mit aktivem Figurenspiel am Damenflügel dafür, dass der Weltmeister seinen
Freibauern auf der d-Linie nicht in Szene setzten konnte. Zwar hatte Anand nach
dem Übergang ins Endspiel einen Mehrbauern, musste aber immer aufpassen, nicht
Matt gesetzt zu werden. Im 37. Zug endete die Partie mit Remis durch
Dauerschach.
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14.05.2012

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Beginn der polnischen Extra-Liga
Anfang wurde in Warschau der erste von drei zentralen Spieltagen der polnischen Mannschaftsmeisterschaft, der Extra Liga, ausgetragen. Zehn Mannschaften u.a. aus Warschau, Krakau, Kattowitz oder Breslau nahmen teil. Neben den polnischen Spitzenspielern kamen auch einige wenige Gastspieler zum Einsatz, z.B. David Navara, der für Kattowitz antritt, oder Anna Muzychuk, die für Polonia Warschau spielt. Den besten Start hatten Wasko HetMan Szopienice Katowice und Baszta Wasko gelang gleich in der ersten Runde ein
wichtiger Sieg über den Mitfavoriten Warschau. Beata Kadziolka berichtet
ausführlich von den Ereignissen,
Sylwia Rudolf hat
einige Impressionen eingefangen.
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Bericht, Bilder, Tabelle, Partien... |
14.05.2012

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Michael Faika stellt Weltrekord im Dauerschachspielen auf
Der Hamburger Michael Faika hat einen neuen Weltrekord im Dauerschachspielen
aufgestellt. Im Rahmen der Schachwoche am Essener Limbecker Platz spielte der
Bulletschach-Spezialist" mit 1111 Partien die größte Anzahl an
aufeinanderfolgenden Partien" und übertraf die alte Bestmarke von Maria Botsari
von 1102 Partien aus dem Jahr 2001. Michael Faika benötigte knapp 36 Stunden und
bediente zur Zugeingabe ein ganz spezielles Eingabegerät. Statt einer Maus hatte
der Weltrekordler nämlich eine Ratte zur Verfügung.
Berichte von Sebastian Siebrecht...
News bei Facebook...
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14.05.2012

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Dritte WM-Partie: jetzt live
Die dritte Partie zwischen Anand und Gelfand läuft. Anand führt erneut die
weißen Steine und hat wie in der 1. Partie mit 1.d4 eröffnet. Gelfand war
offenbar bereit seine Grünfeldindisch-Verteidigung, doch mit 3.f3 wählte der
Weltmeister eine "Anti-Grünfeld"-Variante und lud zum Übergang in die früher von
Gelfand oft gespielte Königsindische Verteidigung ein. Der Herausforderer lehnte
die Einladung jedoch ab und beschritt mit 3...d5 den Grünfeld-Weg. Mit 10.h4 ging Anand zum Angriff am Königsflügel über. Klaus
Bischoff kommentiert ab ca.13.30 Uhr. Heute Abend um 20 Uhr zeigt Klaus Bischoff
eine kurze Zusammenfassung der Partie auf dem Fritzserver. Für Premiummitglieder
kostenlos.
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14.05.2012

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Caruana in Malmö weiter vorn
Seinen zwei Siegen zum Auftakt ließ Fabiano Caruana beim Sigeman&Co-Turnier in
Malmö zwei Punkteteilungen folgen. Gegen Peter Leko gab es mit den
schwarzen Steinen im Geschlossenen Spanier nicht mehr als einen halben
Punkt zu holen und in Runde vier überraschte Emanuel Berg den Italiener mit
einer sehr seltenen Variante im Königsindischen Fianchetto, in der Schwarz seine
Dame für Turm und Läufer gibt. Hinter Caruana teilen sich Nils Grandelius und Li
Chao die Plätze. Am Ruhetag zeigte Schwedens Schachlegende Ulf Andersson im
Simultan seine Fähigkeiten.
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Tabelle, Partien, die Bilder des Tages... |
14.05.2012

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"In dieser Familie ist es nicht leicht, wahrgenommen zu werden"
Zum Auftakt der Schachweltmeisterschaft in der Moskauer Tretjakow-Galerie
zwischen Anand und Gelfand führte Deutschlandradio letzte Woche ein Interview
mit Robert von Weizsäcker. Der vormalige Präsident und jetzige Ehrenpräsident des
Deutschen Schachbundes charakterisiert die beiden Spieler des WM-Kampfes und
erläutert, wie Schach sich durch den Computer veränderte hat. Der
Fernschach-Großmeister spricht aber auch darüber, welche Bedeutung das Schach
für ihn persönlich gehabt hat. Schach spielte in der Familie Weizsäcker immer
eine Rolle und besondere Fertigkeiten in diesem Spiel brachte auch eine gewisse Anerkennung ein. (Foto: Schachbund)
Interview
mit Robert von Weizsäcker...
Audio (MP3)...
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