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18.05.2012

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WM: Bei Halbzeit sechs Remis
Der Kampf beim WM-Match zwischen Vishy Anand und Boris Gelfand findet im Verborgenen
statt. Die Spannung, unter der die Spieler stehen, ist deutlich sichtbar, doch
die Partien bleiben blass. Vor allem scheinen Gelfand und Anand testen zu wollen,
wie gut der Gegner sich auf die jeweils gewählte Eröffnungsvariante
vorbereitet hat. Ist der andere gut vorbereitet - und bislang waren das beide
- , dann scheuen beide Spieler das Risiko, die Stellungen verflachen und die
Partien enden schnell remis. So verlief auch die sechste Partie, in der Gelfand
mit Weiß einmal mehr nichts gegen Anands Slawisch ausrichten konnte. Zwar
hatte er nach der Eröffnung optische Vorteile, aber keine ernsthaften Gewinnchancen.
Nach 29 Zügen war das sechste Remis unter Dach und Fach. Trotzdem kamen
die Zuschauer auf ihre Kosten. Denn niemand anderes als Garry Kasparov war bei
der WM zu Gast und analysierte im WM-Studio die sechste Partie und den bisherigen
Matchverlauf. Und hatte viele interessante Dinge zu sagen.
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18.05.2012

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Schach als Zuschauersport
Fünf Partien, fünf Remis, keins davon spektakulär - leicht könnte
man denken, der Weltmeisterschaftskampf in Moskau zwischen Weltmeister Vishy
Anand und Herausforderer Boris Gelfand bestätige einmal mehr das Vorurteil,
Schach sei kein Zuschauersport und nur für Eingeweihte interessant. Ilya
Levitov, Organisator des Wettkampfs und kreativer Kopf im Russischen Schachverband,
sieht das anders. In einem interessanten und aufschlussreichen Interview mit
dem französischen GM Robert Fontaine verrät Levitov, warum ihn die
vielen Remispartien nicht stören, warum er den Kampf für spannend
hält und wie man in Moskau Schach zuschauerfreundlich und werbeträchtig
macht.
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Zum Interview (engl.)... |
18.05.2012

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US-Meisterschaft: Kamsky führt vor Nakamura
Zwei Runden trennen Gata Kamsky bei der US-Meisterschaft noch von einem Hattrick.
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn nach 9 von 11 Runden liegt
der US-Meister von 2010 und 2011 mit 7 Punkten einen halben Punkt vor seinem
größten Rivalen, Hikaru Nakamura. In Runde 9 gelang Kamsky ein
wichtiger Sieg gegen Yasser Seirawan während Nakamura nicht über
ein Remis gegen Aleksandr Lenderman hinauskam. Entschieden ist aber noch nichts.
Tatsächlich kann Nakamura noch aus eigener Kraft Meister werden. Alles,
was er dafür braucht, ist ein Sieg gegen Kamsky in der Direktbegegnung
in Runde 10. Spannend bleibt die Meisterschaft auch bei den Frauen. Dort liegen
Titelverteidigerin Anna Zatonskih und Irina Krush nach 8 von 9 Runden mit
je 6 Punkten gleichauf an der Spitze.
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18.05.2012

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Neue Dame, neues Glück?
Angesichts der vielfältigen Drohungen von Weiß ist die einzige Hoffnung von Schwarz die Umwandlung seines freien e-Bauern, allerdings muss diese natürlich mit Schach geschehen. In anderen Worten,
43...Tg3+ führt hier zum ...
A) ... Sieg für Weiß
B) ... Dauerschach
C) ... Sieg für Schwarz
Mehr Taktik-Training im ChessBase Magazin...
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17.05.2012

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Caruana gewinnt in Malmö
19 Jahre jung ist Fabiano Caruana, doch mit einer Elo-Zahl von 2770 gehört
er bereits zu den Top Ten. Mit einer souveränen Vorstellung beim Sigeman
& Co Turnier in Malmö bewies der Italiener erneut sein Talent. Mit
vier Siegen und drei Remis gewann er das Turnier, bei dem vier internationale
Spitzenspieler gegen vier Schweden antraten, mit 5,5 aus 7 und einem halben
Punkt Vorsprung vor dem Ungarn Peter Leko, der sich ein Remis mehr erlaubte.
Dahinter folgten Anish Giri (Holland) und Nils Grandelius aus Schweden mit
je 4 Punkten, wobei Giri dank besserer Wertung offiziell Dritter wurde.
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17.05.2012

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WM: Auch die fünfte Partie endet Remis
Nach zwei Remispartien mit 1.d4 griff Weltmeister Vishy Anand in der fünften
Partie seines Wettkampfs gegen Boris Gelfand zu 1.e4. Doch der Herausforderer
Gelfand erwies sich wie erwartet als gut vorbereitet. Er entschied sich für
Sizilianisch-Sveshnikov und kam mühelos zum Ausgleich. Nach 27 Zügen
war die Stellung zu einem völlig ausgeglichenen Endspiel mit ungleichfarbigen
Läufern verflacht und die beiden Kontrahenten einigten sich auf das fünfte
Remis in Folge. Nachdem er in der dritten Partie am Rande einer Niederlage
gestanden hatte, bedeutet dieses Remis für Boris Gelfand einen kleinen
moralischen Sieg. Vor allem, da er Anands Wechsel zu 1.e4 problemlos parieren
konnte. Morgen darf Gelfand zeigen, wie er den Anzugsvorteil nutzen will.
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(mit Videostream)...
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16.05.2012

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Nachwuchsförderung in Südschweden
Die Lund Chess Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Südschweden den
Schachnachwuchs zu fördern. Aus den persönlichen Beiträgen der 18 Mitglieder und
aus Sponsorengeldern generiert die Academy finanzielle Mittel, die sie den
geförderten Talenten zukommen lässt, damit diese bessere Möglichkeiten zur
Verbesserung ihres Schachs finden. Am 12. Mai überreichte die Academy den zur
Zeit acht geförderten Spielern insgesamt 25.000 Schwedische Kronen (ca. 3000
Euro). Einen kleinen Teil der Gelder bezieht die Academy auch aus der
Versteigerung von Schachbüchern. Macher bibliophile Schachfreund wird hier
vielleicht ein Schätzchen finden, an dem er immer schon interessiert war, z.B.
eine signierte Ausgabe von Mr. Blackburnes
Games of Chess (zur Zeit 75 Euro).
Lund Chess Academy
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16.05.2012

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Sigeman&Co: Caruana vor Leko
Heute wird in Malmö die letzte Runde des 20. Sigeman&Co -Turniers gespielt. Fabiano Caruana, Nummer Sieben der Weltrangliste und Elofavorit im achköpfigen
Feld, führt das Turnier mit 4,5 Punkten an, nachdem er in der gestrigen sechsten
Runde zu einem Sieg über Nils Grandelius kam. Nach anspruchsloser Eröffnung des
Italieners hatte der Schwede am Damenflügel die Initiative ergriffen und sich
einen gefährlichen Freibauern verschafft. Nachdem er erst in Zuge einer
forcierten Abwicklung einen Fehler Caruanas nicht ausnutzte, warf er kurz danach
sein bis dahin gut geführte Partie einzügig weg. Grandelus wurde nun von Peter
Leko als Verfolger abgelöst. Der Ungar hatte gegen Emanuel Berg gewonnen.
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Tabelle, Partien, Analysen... |
16.05.2012

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Anand gegen Gelfand - Kommentare zur 4. Partie
Vor der WM galt Anand als der große Favorit, nach vier Partien steht es jedoch
2:2. Immerhin: Mit den weißen Steinen konnte der Weltmeister zweimal Boris
Gelfands Überraschungswaffe gegen 1.d4 - die Grünfeldverteidigung - mit
Nebenvarianten etwas unter Druck setzen. Vielleicht verpasste Anand in der
3.Partie sogar einen Gewinn. Allerdings verzichtete Gelfand zuvor auf eine klare
Remisabwicklung. Auf der anderen Seite schaffte es der Herausforderer in seinen
Weißpartien so bisher gut wie überhaupt nicht, Anands Slawisches Damengambit
ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Heute ist
Ruhetag. Morgen kann Anand dann entweder in der Variante der 3. Partie noch
einmal nachfassen oder vielleicht nun doch eines der heißeren Eisen gegen
Grünfeld anpacken. oder er macht mit 1.e4 rein neues Fass auf. Daniel King und
Klaus Bischoff erläutern in ihren Zusammenfassungen, was gestern genau
passierte. Andrew Martin hat in der Facebook-ChessBase-Gruppe ebenfalls einen
Videokommentar veröffentlich.
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Analysen, Presse, Eindrücke... |
15.05.2012

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Vierte WM-Partie: Gelfand holt mit Weiß nichts heraus - remis
In der heutigen vierten Partie des WM-Kampfes zwischen Anand und Gelfand führte
der Herausforderer die weißen Steine und eröffnete erneut mit 1.d4. Anand sah
offenbar keinen Grund, von seiner Eröffnung aus der zweiten Partie abzuweichen
und so entstand erneut nach einer kleinen, aber wirkungsvollen Zugumstellung die
Chebanenko-Variante des Slawischen Damengambits auf dem Brett. Mit 9. Dc2 wich
der Herausforderer dann von der Vorgängerpartie ab. In der Folge wurden die Bauern
im Zentrum getauscht und Gelfand behielt als einziges Resultat seines
Anzugsvorteils das Läuferpaar, welches aber in der symmetrischen Stellung keinen
Vorteil bot. Nachdem auch die Damen und Läufer getauscht waren, behielt Gelfand
noch einen minimalen akademischen Vorteil im Endspiel Turm und Läufer gegen Turm
und Springer, der aber zum Gewinn keinesfalls ausreichte - letztlich ein
müheloses Schwarzremis für den Titelverteidiger, das im 34. Zug amtlich wurde.
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15.05.2012

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Turing 100
Vor ziemlich genau fünfzehn Jahren, am 11. Mai 1997, gewann Deep Blue seine zweite
Partie gegen Garry Kasparov, und schlug damit als erster Computer den
amtierenden Schachweltmeister in einem Match unter Turnierbedingungen. Indirekt
verantwortlich dafür war der englische Mathematiker Alan Turing, am 23. Juni
1912 in London geboren. Seines Geburtstagsjubiläums wird in diesem Jahr in
England unter dem Titel "Turing Centenary" mit einer Vielzahl von
Veranstaltungen ausgiebig gedacht. Turing war im Zweiten Weltkrieg einer der
führenden "Codebreaker", die in Bletchley Park die deutsche Code-Maschine "Enigma"
entzifferten. Nachdem er zuvor schon die theoretischen Grundlagen für eine
Datenverarbeitungsmaschine geschaffen hatte, konstruierte er zur schnelleren
Verarbeitung der decodierten Funksprüche einen ersten "Computer". Davor hatte er
schon ein Schachprogramm - als "Paperengine" - "programmiert". In
Manchester baut Turing er dann zusammen mit anderen Wissenschaftlern den
legendären Computer "Ferranti Mark I". Der Guardian beleuchtet in einem Artikel
die Verbindung von Schach und Computern.
The Guardian: I am building a brain...
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15.05.2012

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Vierte WM-Partie läuft
In der vierten Partie des WM-Kampfes zwischen Viswanathan Anand und Boris
Gelfand führte heute der Herausforderer zum zweiten Mal die weißen Steine. Beide
Spieler folgen den Zügen der zweiten Partie. Mit 12. exd4 (statt 12.dxe4) ist
der Weltmeister als Erster abgewichen. Kann Boris Gelfand diesmal mehr aus
seinem Weißvorteil machen? Klaus Bischoff kommentiert live ab ca. 13.30. Für
Premiummitglieder kostenlos.
Zu Schach.de...
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15.05.2012

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Negi ist Asienmeister
Die 11. Asien-Kontinentalmeisterschaften wurdem vom 4. bis 14. Mai in der
vietnamesischen Hauptstadt Ho Chi Minh-Stadt ausgetragen. Knapp 120 Spieler und
Spielerinnen beteiligten sich, davon nahmen 72 Spieler in der Offenen Gruppe
teil. Parimarjan Negi und Yu Yangyi kamen nach 9 Runden im Schweizer System auf
7 Punkte. Sieger wurde dank besserer Feinwertung der Inder Negi. Bronze ging an
Salem A R Saleh aus den vereinigten Arabischen Emiraten. Das Frauenturnier wurde
von Irine Kharisma Sukandar (7 Punkte, Indonesien) gewonnen. Mary Ann Gomes
(Indien) und Tan Zhongyi belegten mit der besseren Zweitwertung die Plätze vor
den punktgleichen Ding Yixin und Wang Jue (alle 6,5 P.)
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Tabellen, Partien... |
15.05.2012

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Ivanchuk gewinnt Capablanca Memorial
Das "Elite"-Turnier des 47. Capablanca Memorials wurde mit sechs Spielern
doppelrundig ausgetragen. Nach zehn Partien gewann Vassily Ivanchuk das Turnier
klar mit 6,5 Punkten und einem ganzen Punkt Vorsprung vor Ian Nepomniachtchi und
Lenier Dominguez. In der vorletzten Runde lieferten sich Verfolger
Nepomniachtchi und Ivanchuk noch ein spannendes Gefecht um den Turniersieg, das
schließlich remis endete. Während Ivanchuk in der Schlussrunde ein Kurzremis
gegen Laznicka zum Turniersieg genügte, kassierte Nepomniachtchi gegen Dominguez
eine Niederlage und wurde vom Kubaner nach Punkten eingeholt.
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Berichte...
Endstand, Partien... |
15.05.2012

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Hat Anand den Gewinn verpasst?
In der gestrigen 3. Partie des Wettkampfes war zu spüren, dass der
Weltmeister, zumindest mit den weißen Steinen, den Druck auf den Herausforderer
erhöhen möchte. Mit der Wahl der Grünfeld-Verteidigung hat Gelfand sicher einen
guten Teil von Anands Vorbereitung ins Leere laufen lassen. Bisher testet der
Inder noch Nebenvarianten. Sein gestriger Versuch, mit der langen Rochade und
vielleicht einem Angriff zum Erfolg zu kommen, sorgte für eine intensive und
spannende Partiephase, doch Gelfand war stets auf der Höhe. In der
Pressekonferenz glaubte Anand allerdings, dass er mit 37.d7 statt Tc7 hätte
gewinnen können. Möglicherweise war aber auch 31.Te7 (statt 31.Kb1) Daniel King (englisch) und Klaus Bischoff (deutsch) haben in
Videos die Ereignisse zusammengefasst. Daniel King hat sich zudem die kritische
Position noch einmal gründlich angeschaut. Heute kann der
Herausforderer zeigen, ob er gegen Anands Slawisches Damengambit noch etwas
besseres hat als in der 2.Partie, die ihm immerhin eine gewisse Initiative
bescherte. Vielleicht probiert aber Anand auch etwas
aggressiveres als die Chebaneko-Variante. Um 13 Uhr geht es dann weiter mit der
4.Partie, live auf dem Fritzserver.
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Videostream)...
Partien, Analysen, Videos, Bilder... |
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