WM der Frauen 2004

22.05.2004

Die Weltmeisterschaft der Frauen

Gestern fiel in Elista mit der Eröffnungszeremonie der Startschuss für die Weltmeisterschaft der Frauen. Unter den 64 Teilnehmerinnen sind zwei Deutsche. Ketino Kachiani-Gersinska spielte die erste Partie remis, Elisabeth Pähtz gewann gegen die Chinesin Pin Wang. Mit neun Teilnehmerinnen stellt Russland das stärkste Kontingent, gefolgt von China und Georgien (je 7). Ranglistenerste ist die Inderin Humpy Koneru. Die Siegerin wird das abgebildete Diadem aus Gold und Diamanten erhalten. Trotz des Umzugs von Adscharien nach Kalmückien sei die Weltmeisterschaft mit 700.000 Euro vom früheren Präsidenten Adschariens Aslan Abadschidze mitfinanziert, so die FIDE, die dann aber auch das "Center of Investment Projects and Programs" als Hauptsponsor ins Spiel brachte. Warum das vielleicht keinen Unterschied macht, welche Rolle dabei russische und dänische Geschäftsleute und außerdem Mikhail Gorbatschov spielen und warum der Hafen von Batumi auch für die Weltmeisterschaft der Frauen wichtig ist, hat Gerald Schendel recherchiert.
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Dossier von Gerald Schendel...

23.05.2004

Weltmeisterschaft der Frauen in Elista: 1.Runde beendet

Nicht alle Weltmeisterkandidatinnen überstanden in Elista die erste Runde und von denen, die weiter kamen, mussten einige erst in den Tiebreak. Die größte Überraschung ist wohl das frühe Aus der früheren Europameisterin Almira Skripchenko gegen die Tschechin Jana Jackova. Von den drei Amerikanerinnen schieden bereits Jennifer Shahade und Anna Hahn aus. Einzig Irina Krush kam weiter. In den Tiebreak mussten u.a. beide Kosintseva-Schwestern, Natalia Zhukova und Vize-Europameisterin Zhaoquin Peng. Elisabeth Pähtz (Foto: Fide) kam souverän mit einem 2:0 weiter, während Ketino Kachiani-Gersinska sich im Tiebreak bis zum Schluss mühen musste und dann in der letzten entscheidenden Partie in völlig verlorener Position mit einem ganzen Turm weniger einen Pattwitz landen konnte, der zudem ohne Mithilfe der Gegenerin gar nicht funktioniert hätte. So erreichte sie doch noch das benötige Remis, um in die nächste Runde zu kommen.
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23.05.2004

Weltmeisterschaft der Frauen: Viel Mut und Kampfgeist

Wie gewohnt zeigen die Frauen auch bei der gerade in Elista eröffneten Weltmeisterschaft großen Mut und viel Kampfgeist. Von den 32 Partien der Auftaktrunde gingen gerade einmal 11 unentschieden aus. Und von den Remispartien war nur eine einzige kürzer als 30 Züge (29 Züge). Gleich zehn Partien brauchten über 60 Züge bis das Ergebnis feststand. Wie schon bei der Europameisterschaft spielen alle Teilnehmerinnen kompromisslos auf Sieg, kämpfen jede Partie aus und machen damit einmal mehr beste Werbung fürs Schach. Unterdessen hat FIDE-Präsident Kirsan Ilymshinov in einem Interview bei Interfax erklärt, dass auch die WM 2006 in Elista stattfinden soll.
Meldung bei Interfax..
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26.05.2004

Weltmeisterschaft der Frauen: Pähtz und Kachiani weiter

Die Reihen lichten sich in Elista. Mit Alexandra Kosteniuk und Alisa Galliamova schieden zwei Favoritinnen aus. Kosteniuk musste sich Viktorija Cmylite geschlagen geben, Galliamova hatte gegenüber Maia Lomineishvili das Nachsehen. Humpy Koneru (gegen Peng), Maia Chiburdanidze (gegen Sebag) und Pia Cramling (gegen Mkrtchian) qualifizierten sich ebenso bereits nach den regulären Partien wie Ketino Kachiani-Gersinska, die ihre Verluststellung in der zweiten Partie gegen Irina Krush sogar noch gewann. Elisabeth Pähtz konnte im Tiebreak die starke Chinesin Zhao Xue besiegen und sich damit ebenfalls für die dritte Runde qualifizieren. Über die Stichkämpfe qualifizierten sich außerdem Antoaneta Stefanova, Natalia Zhukova und Kateryna Lahno. Die Remisquote ist wie üblich erheblich geringer als im Männerschach. Die im Männerschach üblichen ängstlichen taktischen Kurzremisen gibt es gar nicht.
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27.05.2004

WM der Frauen: Pähtz ausgeschieden, Kachiani weiter

Elisabeth Pähtz schied heute nach den regulären Partien gegen eine starke Yuhua Xu aus, während sich Ketino Kachiani-Gersinska gegen Natasa Bojkovic glatt mit 1,5:0,5 durchsetzen konnte. Ebenfalls ohne Tiebreak kamen Nana Dzagnidze und Ex-Weltmeisterin Maia Ciburdanidze in die nächste Runde. Im Stichkampf qualifizierten sich Humpy Koneru (2:0 gegen Tatiana Kosintseva), Ekaterina Kovalevskaya, Viktorija Cmilyte und Antonata Stefanova. Stzefanova und Zhukova verzichteten auf die regulären Partien mit zwei Miniremisen und konzentrierten sich nur noch auf den Stichkampf, den die Bulgarin in der Verlängerung für sich entschied. Nun hat diese Unsitte auch das bisher so erfrischende Frauen-Kampfschach ergriffen.
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30.05.2004

Weltmeisterschaft der Frauen: Kachiani ausgeschieden

Trotz ihres Sieges in der ersten Partie schied Ketino Kachiani-Gersinska bei der Weltmeisterschaft in Elista nach Stichkampf gegen Ekaterina Kovalevskaya aus. Humpy Koneru gewann glatt gegen Yuhua Xu. Antoaneta Stefanova schaltete im Tiebreak Nana Dzsagnidze aus. Maia Chiburdanidze benötigte den verlängerten Tiebreak, um Viktorija Cmilyte zu bezwingen. Die Halbfinalpaarungen lauten nun Stefanova gegen Chiburdanidze und Kovalevskaya gegen Koneru.
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02.06.2004

Elista: Stefanova und Kovalevskaya im Finale

Antoaneta Stefanova und Ekaterina Kovalevskai heißen die beiden Finalisten der Weltmeisterschaft der Frauen. Stefanova schaltete Ex-Weltmeisterin Chiburdanidze aus und Kovalevskaya setzte sich unter dramatischen Umständen gegen Top-Favoritin Humpy Koneru  durch (Foto). Die Inderin verlor in der ersten Partie in klarer Gewinnstellung die Nerven und stellte erst ein Figur und dann noch eine Qualität ein. In Partie zwei konnte sie ausgleichen, schied dann aber im Tiebreak unglücklich aus. Das Finale beginnt morgen, um 2 Uhr Ortszeit (= 12 Uhr MESZ) und wird live übertragen.
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04.06.2004

Elista: Stefanova gewinnt erste Partie

In der Finalrunde um den Titel der Weltmeisterin der Frauen in Elista konnte Antoaneta Stefanova gestern gegen Ekaterina Kovalevskaya mit den schwarzen Steinen gewinnen und mit 1-0 in Führung gehen. Die beiden Finalistinnen lieferten sich gleich in der ersten Partien einen scharfen und unterhaltsamen Kampf auf Biegen und Brechen.
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06.06.2004

Antoaneta Stefanova ist Weltmeisterin 2004

In dem auf vier Partien angesetzten Finalwettkampf um die Weltmeisterschaft ging Antoaneta Stefanova mit gegen Etakterina Kovalevskaya nach zwei Partien bereits vorentscheidend mit 2:0 in Führung. In der dritten Partie reichte der 25-jährigen Bulgarin und Europameisterin von 2002 dann ein Remis, um das Match vorzeitig zu ihren Gunsten zu beenden und Weltmeisterin zu werden. Stefanova wird Nachfolgerin von Zhu Chen, die auf eine Teilnahme verzichtet hat.
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