Ihr persönlicher Schachlehrer Fritz
Fritz 7 ist nicht nur ein sehr starkes Schachprogramm. Das Programm bietet
viele Funktionen, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Spiel zu verbessern.
Im Grunde genommen funktioniert es genau wie in Partien mit einem Schachfreund,
der deutlich besser als Sie selber spielt. In den Partien wird er immer wieder
auf Fehler und mögliche Verbesserungen hinweisen. Genau diese Rolle kann
ihr elektronischer Freund Fritz 7 übernehmen.
Einige der Funktionen sprechen vor allem Anfänger an, andere Funktionen
dürften auch fortgeschrittenen Spielern nützliche Hinweise während
der laufenden Partie geben. Schauen wir uns einmal an, welche Möglichkeiten
und Hilfestellungen uns Fritz 7 bietet. Im Menü Hilfe werden
wir schnell fündig.
1.Wink
In ernsthaften Partien sind Zugvorschläge und Tipps streng verpönt.
Unser persönlicher Schachtrainer macht auf Wunsch gerne eine Ausnahme,
wenn wir unter Hilfe die Funktion Wink anklicken. Fritz 7 gibt
uns einen ersten Hinweis, worauf es in der Stellung ankommen könnte.

Ein Klick auf den Button Angreifer weist uns mit grün unterlegtem
Feld auf gegnerische Figuren hin, die eine starke Angriffswirkung ausüben.
Ein Klick auf Angegriffen zeigt uns, welche der eigenen Figuren einem
Angriff ausgesetzt sind. Ungedeckt weist uns mit gelb unterlegten Feldern
auf ungedeckte Figuren hin. Dank dieser Hinweise kann man sich bereits ganz
gut orientieren.
Noch konkreter wird Fritz, wenn Sie wir uns mit Vorschlag einen Zugvorschlag
unterbreiten klassen. Das Programm zeigt seinen Zugvorschlag mit einem grünen
Pfeil auf dem Schachbrett an.
Fritz Plan zeigt auf dem Schachbrett den geplanten Zug des Computers
mit einem roten Pfeil an.

2.Zugvorschlag
Unter Hilfe - Vorschlag kann man sich einen Zugvorschlag auf dem Schachbrett
anzeigen lassen. Noch schneller geht`s, wenn man über die Tastatur einfach
ein Fragezeichen "?" eingibt.
3.Drohung
Was droht eigentlich in der aktuellen Stellung ? Unter Hilfe - Drohung
...... oder mit der Tastenkombination Shift-T können Sie sich jederzeit
den geplanten Zug ihres elektronischen Gegners vorführen lassen. Der Zug
mit mit einem roten Pfeil auf dem Schachbrett dargestellt.
4.Alle Züge erklären
Für Anfänger dürfte die Funktion "Alle Züge erklären"
hilfreich sein -> Hotkey Strg-Alt-Z. Fritz erzeugt eine Liste mit
allen legalen Zügen, die in der jeweiligen Brettstellung möglich sind.

Die Reihenfolge folgt einem logischen Prinzip. Amfang der Liste stehen die
qualitativ besten Züge, am unteren Ende stehen die schlechteren Züge.
Zu jedem Zug bekommt man von Fritz eine kurze Erklärung über die möglichen
Konsequenzen des Zuges.
5. Coach schaut zu
Diese Funktion bewirkt, dass Fritz konsequent die Spielzüge des Anwenders
kontrolliert und unmittelbar auf Fehler hinweist.
Wie sie sehen, bietet uns der Coach einige Optionen an.
- Kleine Hilfe - In diesem Fall blendet das Programm einen kurzen
Textkommentar ein und weist subtil auf das Stellungsproblem hin. In diesem
Fall sollten Sie sich in die Stellung vertiefen und selbständig versuchen,
das Problem zu erkennen.
- Wink mit dem Zaunpfahl - Die "kleine Hilfe" hat
Ihnen nicht geholfen ? In diesem Fall können Sie sich die aktuelle Drohung
im Klartext anzeigen lassen.

Zusätzlich zeigt das Programm mit roten Farbmarkierungen die Drohung
auf dem Schachbrett an.
- Das glaube ich nicht - Wenn Sie nicht die Einschätzung
des Computers teilen und der Ansicht sind, dass der Partiezug sehr wohl in
Ordnung ist, klicken Sie auf den Button "Das glaube ich nicht".
- OK, den nehme ich zurück - Sie erkennen, daß der
Coach mit seiner Einschätzung recht hat und der zuletzt gespielte Zug
ein Fehler war. Mit einem Klick auf den Button können sie den Fehlzug
rückgängig machen.
Es ist nicht unbedingt notwendig, zuerst einen Fehler auszuspielen. Die zuvor
besprochene Funktion Wink blendet zahlreiche abgestufte
Tipps zur Stellung ein.
6. Bedrohte Felder
Die Funktion ist ungemein hilfreich, wenn man sich einen konkreten Überblick
über die Kräftekonstellation auf dem Schachbrett verschaffen möchte.
Die Darstellung auf dem grafischen Schachbrett entspricht der Funktionsweise
einer Ampel.
Grün unterlegte Felder signalisieren, daß die Figur häufiger
gedeckt als angegriffen ist. Sie ist also ausreichend gesichert.
Gelb unterlegte Felder signalisieren, dass sich Angriff und Verteidigung einer
bestimmten Figur die Waage halten. Im nachstehenden Beispiel ist der schwarze
Springer einmal angegriffen (vom weißen Läufer auf e5) und einmal
verteidigt (vom schwarzen Bauern g7).
Rot unterlegte Felder signalisieren auf Anhieb, dass die Figur "hängt",
also nicht ausreichend gedeckt ist. In unserem Beispiel erkennen sie auf anhieb,
daß der weiße Bauer auf b2 angegriffen ist und über keine Deckung
verfügt. Schwarz könnte ihn im nächsten Zug mit der Dame b6 unmittelbar
wegnehmen.
7. Spion
In Fritz 7 gibt es einen Spion, der dem Anwender mit einem roten Pfeil auf
dem Schachbrett anzeigt, welchen Zug Fritz 7 geplant hat.

In diesem Beispiel hat Fritz zuletzt seinen Bauern zwei Felder vorgezogen.
Das wird mit dem gelben Pfeil angezeigt.
Der rote Pfeil ist der Hinweis des Spions. Wir erkennen auf Anhieb, dass unser
elektronischer Gegner plant, den weißen Bauern im nächsten Zug zu
schlagen.
Wie die oben aufgeführten Beispiele aufzeigen, kann Fritz 7 sehr nützliche
Dienste als persönlicher Schachtrainer leisten. Gerade Anfänger sollten
nicht zögern, die Hilfestellungen des Programms in Anspruch zu nehmen.
Von solch einem geduldigen und ausdauernden Schachtrainer, der jederzeit zur
Verfügung steht, konnten Anfänger und Vereinsspieler in der noch nicht
so lange zurückliegenden Zeit ohne Computer nur träumen.