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Grüße aus Odessa ...
01.02.2002 - ... schickt Mikhail Golubev aus der Ukraine an die deutschen Schachfreunde. Noch vor der Weltmeisterschaft hat er einen Überblick über die Ukraine und deren Schachszene geschrieben. Dieser wurde von der Schachkulturzeitschrift Karl in der aktuellen Ausgabe 4/01 veröffentlicht und im Internet bereitgestellt. Hauptthema der Ausgabe sind Wunderkinder. Da hat die Ukraine in der Tat einiges zu bieten.
Grüße aus Odessa von Mikhail Golubev bei Karl-online...

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Schach El Dorado Ukraine?

Für das Finale der FIDE-Weltmeisterschaft haben sich zwei Spieler aus der Ukraine qualifiziert, Ruslan Ponomariov und Vassily Ivanchuk. Mit Ponomariov wurde logischerweise auch ein Ukrainer FIDE-Weltmeister. Beide Spieler gehören zu den Top Ten der Welt. Dass dieser Einzelerfolg kein Zufall ist, zeigt das Ergebnis der Mannschaftsweltmeisterschaft im letzten Jahr. Auch hier gewann das Team der Ukraine.

Mit Lvov (oder Lviv, dt.: Lemberg) im Westen, Odessa im Süden (am Schwarzen Meer), Kramatorsk im Osten (Heimatstadt von Ponomarjov) und der Hauptstadt Kiev hat die Ukraine vier bekannte Schachzentren.

Zur Zeit besitzt die Ukraine drei Spieler der Weltspitze, Ivanchuk, Ponomarjov und Onichuk (Letzterer weilt zur Zeit als Green Card Inhaber in den USA). Hinter den "alten" Recken, z.B. Tukmakov, Eingorn, Romanishin, Lerner und anderen stoßen einige junge hungrige Spieler in der Weltspitze nach vorne. Ponomarjov (18) ist der bekannteste, aber auch Baklan (23), Moissenko (21), Malakhatko (24) sind Spieler, die ihren Leistungszenit noch nicht erreicht haben. Besonders zu beachten ist aber das Wunderkind Andrej Volokitin (15), der bald für noch mehr Furore sorgen wird.


Volokitin 1997

Mehr zu den ukrainischem Spielern bei Golubev in karlonline...

Die bekanntesten Ukrainer außerhalb des Schachs sind neben Nikloai Gogol wohl Katharina die Große (1729 - 1796) Zarin von Russland und der ukrainische General Gregory Potemkin (1739 - 1791). Potemkin war maßgeblich an der Befreiung Südrusslands von den Türken beteiligt. Bekannt geworden ist er durch die "Potomkinschen Dörfer". Diese ließ er anlässlich einer großen Reise Katharina II. in die Krim im Jahr 1787 rasch aufbauen und zum Schein bevölkern. So sollte der Zarin ein blühendes Land vorgetäuscht werden.

Doch noch bekannter als jeder Ukrainer ist das Kernkraftwerk von Tschernobyl, das am 26.4.1986 die größte Nuklear-Katastrophe der Welt verursachte, alles in seiner Umgebung vernichtete und fast ganz Europa radioaktiv verseuchte.

Mehr Infos:

Die Ukraine bei Spiegel-online Almanach...

Reisebericht und viele Fotos (aus Kiev)...

Statistische Informationen über die Ukraine...
 


Die Potemkin Treppe in Odessa mit 193 Stufen. Während des Russischen
Bürgerkriegs 1905 fand auf dieser Treppe eine Schlacht statt, die viele Tote forderte.

 


Der Dnjepr, größter Fluss der Ukraine, z.T. zehn mal so breit wie der Rhein bei Köln


Der Hafen von Sewastopol auf der Krim

 

 

 

ChessBase Magazin 133

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