1.e4
Sf6
2.e5
Sd5
3.d4
d6
4.c4
Sb6
5.exd6
exd6
6.Sc3
Le7
7.Ld3
0-0
8.Sge2
c6
9.0-0
d5
10.c5
S6d7
11.Dc2
Sf6
12.Lg5
h6
13.Lf4
Sh5
14.Le3
Te8
15.Dd2
Sd7
16.g4
Shf6
17.f3
Sf8
18.Tae1
S6h7
19.Sg3
Lg5
20.Lxg5
Sxg5
21.Txe8
Dxe8
22.h4
Sgh7
23.Lf5
Se6
24.f4
b6
25.Lxh7+
Kxh7
26.f5
Sf8
27.cxb6
axb6
28.g5
Dd8
29.Sh5
Dd6
30.Df2
Ld7
31.Te1
Kg8
32.Te5
Te8
33.De3
Txe5
34.dxe5
Db4
35.gxh6
Dxh4
36.Dg3
Dxg3+
37.Sxg3
gxh6
38.Kg2
h5
39.Kh3
Sg6
40.Sa4
b5
41.Sb6
Sxe5
42.Sxd7
Sxd7
43.Sxh5
Kf8
44.Kg3
Se5
45.b3
b4
46.Kf4
Sd7
47.f6
Ke8
48.Kf5
Kd8
49.Sf4
Kc7
50.Sh3
Kd6
51.Sg5
Se5
52.Kf4
c5
53.Kf5
c4
54.bxc4
dxc4
55.Ke4
Der trickreiche Springer
Ich hatte meine Stellung schon abgewirtschaftet und hoffte seit längerem nur noch auf Tricks. Zum Glück hatte Rainer Knaak mich vor kurzem gebeten, Springerendspiele für CBM 131 genauer unter die Lupe zu nehmen, was ich nun gut nutzen konnte:
55...b3?
Ralf Appel war davon ausgegangen, dass es egal ist, welchen Bauern er vorzieht und dass der Partiezug "schneller gewinnt". Doch der weiße Springer entfaltet nun eine so brettumspannende Aktivität, dass er es am Ende zusammen mit dem f-Bauern sogar mit der Dame aufnehmen kann. [55...c3
gewinnt dagegen klar, z.B. 56.Ke3
Kc5
57.Ke2
Kb5
58.Kd1
Ka4
59.Kc2
Ka3
60.Kb1
b3
61.axb3
Kxb3-+
]
56.axb3
cxb3
57.Sxf7+!?
Aus praktischer Sicht ist dieser spektakuläre Zug wohl auch am besten. Allerdings führt auch [57.Kd4
b2
58.Se4+
Ke6
59.Sc3
(Nach 59.Sd2?
läuft der Springer in eine tödliche Springergabel: 59...Sf3+
60.Kc3
Sxd2-+
) 59...Kxf6
60.Sb1
laut Tablebase zu einer Remisstellung.]
57...Kc7
[Auf 57...Ke6
rettet das von Appel nach der Partie gezeigte 58.Sg5+
Kd7
(58...Kxf6
59.Kd4
b2
60.Se4+
Ke6
61.Sd2
Sf3+
62.Kc3
Sxd2
63.Kxb2=
) 59.Kxe5
(Nicht jedoch 59.f7?
Ke7
60.Se6
Kxf7
und die weißen Kräfte können den b-Bauern nicht stoppen.) 59...b2
60.Sh7!!
die entscheidende Feinheit in der Zugfolge. (60.f7?
Ke7
verliert dagegen sang und klanglos.) 60...b1D
61.f7
Dxh7
62.f8S+=
(62.f8D
ist natürlich auch spielbar.) ; 57...Sxf7
führt direkt zum Verlust des b-Bauern: 58.Kd3
Kc5
59.Kc3=
]
58.Kxe5
b2
59.Sg5
b1D
60.f7
und Schwarz wird seine unglückliche Königsstellung auf c7 zum Verhängnis
60...Db2+
61.Kf5
Df2+
[61...Kd7
62.Sh7=
(Mein Gegner wies nach der Partie zurecht darauf hin, dass auch 62.f8S+
remis hält. Es hat aber natürlich keinen Sinn so zu spielen, weil Schwarz je selbst eine ganze Dame einstellen darf, ohne zu verlieren.) ]
62.Kg6
[Nicht jedoch 62.Ke6?
Df4
63.Sh7
Dh6+
64.Ke5
Dg7+
65.Ke6
Dg6+
66.Sf6
Dh6
67.Ke5
Df8
68.Ke6
Kd8
69.Sd5
Dg7
70.Sf6
Dh6
71.Kf5
Df8
72.Ke6
De7+-+
]
62...Kd7
63.Sh7
Ke7
64.f8D+
Dxf8
65.Sxf8
Kxf8
1/2-1/2