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Fritz 9

UCI Engines mit niedriger Priorität

Fritz wurde als Multi-Engine-System konzipiert und erlaubt die Einbindung diverser Schachengines. Die grafische Oberfläche und das eigentliche Schachprogramm sind strikt voneinander getrennt sind und kommunizieren über eine vordefinierte Schnittstelle miteinander. Via Internet stehen eine Vielzahl von Schachengines zum Download bereit, die via UCI Protokoll mit der Benutzerschnittstelle kommunizieren. UCI steht für Universal Chess Interface und wurde von Stefan Meyer-Kahlen entwickelt.

Fritz unterstützt Engines, die mit dem UCI-Protokoll arbeiten und man kann diese unter der Fritz GUI einbinden. Unter dem Menüpunkt Engine - UCIEngine erstellen startet man den Dialog zur Einbindung der UCI - Engine.

UCI Engine erstellen

Die Einbindung wird über einen selbsterklärenden Dialog vorgenommen

UCI Engine einbinden

Das Programm muss zuerst "wissen", wo die einzubindende UCI-Engine auf dem Rechner gespeichert ist. Über den Schalter "Durchsuchen" kann man mit der Maus einfach den Pfad zu der Engine angeben. Ein wichtiges Detail: die UCI-Engine kann in einem beliebigen Pfad oder Verzeichnis gespeichert sein.

Nachdem der Pfad angegeben wurde, sieht man, dass in den Dialogfeldern "Name" und "Autor" automatisch der Name der Engine und der des Autoren eingetragen wurde. Zusätzlich kann man über den Schalter "Parameter" Änderungen an den Standardeinstellungen der Engine vornehmen.

Im aktuellen Fritz 9 Update ist nun ein neuer Parameter in dem Dialog hinzugekommen. Was bedeutet "Priorität - Niedriger" ?

Priorität einstellen

Hier geht es um die Verteilung der Rechenzeit. Die Kommunikation zwischen der Programmoberfläche und der Schachengine läuft über ein separates Programm, das Engine Interface. Das Interface läuft mit niedriger Priorität, um der parallel laufende Schachengine ein Maximum an Ressourcen zu ermöglichen. Manche UCI Engines haben mit der Voreinstellung Probleme, wenn das Interface mangels Ressourcen die Bewertungen und andere Informationen nicht direkt übernehmen konnte. Mit der Einstellung " niedrige Priorität" kann man z.B. Anzeigeprobleme von UCI Engines beheben.

Die eigentliche UCI Engine erhält auch bei einer niedrigen Priorität die entsprechende Rechenzeit und bringt volle Leistung. Die Einstellung wirkt sich also nicht negativ auf die Performance einer UCI Engine aus ! Das kann man leicht feststellen, indem man mit den beiden Einstellungen an/aus eine vorgegebene Stellung analysiert. Auf die Geschwindigkeit hat die Einstellung praktisch keine Auswirkung, es geht um eine flüssigere Bedienung.

Warum steht die Einstellung der Priorität nur bei UCI Engines zur Verfügung und nicht auch bei Fritz, Junior & Co ? Die nativen hauseigenen Engines werden unter Fritz als DLL unter der Benutzeroberfläche eingebunden, sind also im Unterschied zu den UCI Engines keine externen Prozesse. Hier gibt es keine Notwendigkeit, die Kommunikation über ein externes Protokoll abzuwickeln und deshalb muss auch keine Priorität festgelegt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fritz 11